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In der irischen Stadt Westport wurde ein 3D-Stadtmodell erstellt, um die Stadt als erstklassiges Touristenziel und Geschäftsstandort zu etablieren und gleichzeitig ihr Kulturerbe zu bewahren.

Als sich schnell entwickelnde kleine Stadt wollte das landschaftlich reizvolle Westport dazu beitragen, seinen Stellenwert als attraktives Touristenziel und Geschäftsstandort auch weiterhin auszubauen. Gleichzeitig sollte die Nutzung des Planungstools gewährleisten, dass das Kulturerbe und der besondere Charakter der Stadt bewahrt werden. Ein weiteres Ziel bestand darin, die Stadt einem internationalen Publikum näher zu bringen, daher gab der Stadtrat die Erstellung eines digitalen 3D-Stadtmodells in Auftrag, das jeder mithilfe von Google Earth erkunden kann.

Ansatz

Laut Peter Hynes, Stadtdirektor von Westport, befindet sich Westport derzeit in einer Phase des raschen Fortschritts. Die Stadt sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Einzigartigkeit zu schützen, während gleichzeitig das zukünftige Wachstum und die Entwicklung sichergestellt werden. "Westport ist einzigartig und verfügt über Charme, aber es ist kein Ausstellungsstück in einem Museum. Wir müssen sicherstellen, dass die Stadt sich dauerhaft entwickelt und dabei auf dem soliden Fundament früherer Generationen aufbaut", erklärt Hynes.

Die Stadt beauftragte die Visualisierungsexperten AMT3D mit der Erstellung eines virtuellen 3D-Modells der Stadt, um auf diese Weise zu einem dauerhaften Wachstum beizutragen und international zu verbreiten, dass Westport ein fantastischer Ort zum Leben, Arbeiten und Spielen ist. Das Modell ist ab sofort auf CD erhältlich und steht außerdem online und in Google Earth zur Verfügung. Das ursprüngliche Ziel bei der Erstellung des Modells war die präzise Darstellung in 3D, wie ein neues Bauprojekt aussehen und sich in die Umgebung einfügen würde.

"Die Zeiten, in der die Stadtplaner mit soliden architektonischen Modellen aus Pappmaché und Balsaholz arbeiteten, gehören der Vergangenheit an", ist Brendan Hafferty, Geschäftsführer von AMT3D, überzeugt. "Die interaktiven digitalen Modelle haben so viel mehr Vorteile. Man kann sich ja denken, dass man nur schwer ein Pappmaché-Modell per E-Mail senden, online hosten oder auf CD brennen kann. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, Straßen am Bildschirm neu zu planen oder 3D-CAD-Modelle neuer Bauprojekte einzufügen, um der Öffentlichkeit und den Mitgliedern des Stadtrats genau zeigen zu können, wie sich die neuen Gebäude in das Stadtbild einfügen."

Anstatt das 3D-Modell auf einer eigenen Internetplattform zu veröffentlichen, entschied sich Westport, das Modell in Google Earth zu hosten, wodurch in einem beträchtlichen Maße Kosten, Zeit und Arbeitsaufwand eingespart werden konnten. Dank dieser Entscheidung kann nun jede Person per Computer die virtuelle Stadt besichtigen. Besucher aus der ganzen Welt können in der virtuellen Stadt sogar die Ebene "3D-Gebäude" in Google Earth aktivieren und 3D-Modelle von vielen Gebäuden der Stadt betrachten. Die Gebäude verfügen über hochauflösende Fototexturen, dank derer die Besucher die Schilder der Geschäfte lesen und teilweise sogar die Ware in den Schaufenstern betrachten können. Auch die Brücken und die Flüsse der Stadt wurden modelliert und texturiert. "Ursprünglich verfolgten wir mit der Erstellung von Westport3D das Ziel, die Stadtplanung zu erleichtern, aber die Einführung von Google Earth eröffnete dem virtuellen Besucher ganz neue Möglichkeiten. Schließlich kann er nicht nur sehen, an welchem Punkt der Welt Westport liegt, sondern er kann sogar in unserer Stadt spazieren gehen und sich dazu anregen lassen, der Stadt auch in der Realität einen Besuch abzustatten", erläutert Hynes.

Ergebnis

Der Stadtrat hat das digitale Computermodell aktiv genutzt und gezeigt, wie sich Gebäude in die vorhandene Umgebung einfügen, und war dadurch in der Lage, positiv auf den ursprünglichen Entwurf, die öffentliche Unterstützung und den Planungsprozess einzuwirken. Durch eine Weiterentwicklung des Modells wird es bald als Planungstool für Verkehrsfluss-Simulationen, den Straßenbau sowie für den Notfall- und Katastrophenschutz eingesetzt werden.

"Das 3D-Modell hat sich als ideale Möglichkeit erwiesen, neue Bauprojekte im Gesamtbild zu zeigen. Probleme wie beispielsweise der Schattenwurf und Beeinträchtigungen anderer Gebäude sind leicht ersichtlich, eine Betrachtung aus allen Blickwinkeln ist möglich und vieles mehr", führt Hynes aus. "Das Modell war so erfolgreich, dass es nun schon zum dritten Mal erweitert wird, und nach seiner Fertigstellung wird es eines der umfangreichsten und präzisesten digitalen 3D-Stadtmodelle der Welt sein, das mithilfe der Laser-Scantechnologie erschaffen wurde."

Seit der Entwicklung von Westport3D haben sich viele weitere wichtige Anwendungsmöglichkeiten des Modells ergeben. Es hat sich zu einem wichtigen Tool für das globale Marketing von Westport als einem von Irlands attraktivsten Touristenzielen entwickelt. Das Modell dient außerdem als Informationsquelle für Einzelpersonen oder Unternehmen, die planen, sich in dieser Gegend niederzulassen.

Westport3D eröffnet auch für die ansässigen Geschäfte und Unternehmen Möglichkeiten, ihre Services zu bewerben. "Über eingebettete Links innerhalb des Modells in Google Earth gelangen die Besucher direkt zu den Websites der Geschäfte und Unternehmen," erläutert Hafferty. "Westport3D bietet eine einheitliche, zentrale Verknüpfung zwischen allen Geschäften im Ort, die man innerhalb derselben virtuellen Realität besuchen kann, und trägt dazu bei, Westports Image als attraktives Touristenziel und Ort zum Arbeiten, Leben und Erholen zu fördern."

Die Aufnahme des Westport3D-Modells in Google Earth hat sich positiv auf den Gemeinschaftssinn und das Gefühl der Verbundenheit in der ganzen Gegend ausgewirkt. Des weiteren konnte die Stadt den aktiven Ansatz verfolgen, die Bürger zur Teilnahme zu ermutigen. Westport startete einen Wettbewerb namens "The Town of Tomorrow" ("Die Stadt von Morgen"), in dem die Entscheidungsträger der Zukunft dazu angeregt wurden, ihre Version eines Westport der Zukunft zu entwickeln. Den Teilnehmern wurden Stadtabschnitte zur Neugestaltung zugewiesen, die sie mithilfe von Google SketchUp bearbeiteten. Google SketchUp ist ein so benutzerfreundliches Produkt, das es perfekt für die öffentliche Nutzung geeignet ist. Laut Hynes gab es "ein großes Interesse seitens der Studenten und es entstand das gute Gefühl, an der Entscheidungsfindung der Stadt beteiligt zu sein."

Die Preisverleihungszeremonie fand im örtlichen Cineplex-Theater statt, da sich viele Einwohner aus Westport einfanden, um der Verkündung der Preisträger des Pionierwettbewerbs beizuwohnen. Für die Stadt war dieser Wettbewerb ein großer Erfolg, der den Weg für eine zukünftige größere Beteiligung der Einwohner geebnet hat.

Hafferty sagt abschließend: "Westport3D ist ein Projekt, dem unweigerlich immer mehr Orte und Städte in ganz Irland und im Rest der Welt folgen werden, da die Planer und Architekten erkennen werden, welche enormen Vorteile das Entwerfen, Planen und Interagieren bei der künftigen Stadtentwicklung in 3D mit sich bringt."

Über das Programm "Städte in 3D"

Googles Programm "Städte in 3D" lädt Kommunalverwaltungen dazu ein, ihre 3D-Daten der Öffentlichkeit vorzustellen, indem sie ein Modell ihrer Stadt in Google Earth veröffentlichen. Google Earth kombiniert die Leistungsfähigkeit der Google-Suche mit Satellitenbildern, Landkarten, Geländedaten und 3D-Gebäuden zu einem weltweiten geografischen Informationssystem, das Ihnen auf Tastendruck zur Verfügung steht. Google SketchUp ist eine leistungsstarke und leicht erlernbare 3D-Software, die einen einfachen und dennoch stabilen Funktionssatz mit einem intelligenten Zeichensystem kombiniert. So wird das 3D-Design rationalisiert und vereinfacht. Wenn Kommunalverwaltungen die 3D-Darstellung einer Stadt in Google Earth bereichern, können sie damit über 350 Millionen Google Earth-Nutzer erreichen, was zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und des Tourismus beiträgt.